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Albert Petermüller, der kulturbegeisterte Geschäftsführer der gleichnamigen Passauer Kfz-Instandsetzungsfirma, stellte den Festspielen Europäische Wochen zusammen mit seiner Frau Irmgard kürzlich einen Fiat Punto zur Verfügung, um die Mobilität der EW-Mitarbeiter während der Festspielzeit zu gewährleisten: viele Veranstaltungen finden außerhalb Passaus statt – in Ostbayern, Oberösterreich und bis hinein nach Böhmen. „Glücklicherweise ist es uns im vergangenen Jahr gelungen, dieses Traditionsunternehmen als Förderer zu gewinnen. Ich bin sehr dankbar, dass sich die Zusammenarbeit auch 2010 fortsetzt“, so Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg, worauf Albert Petermüller antwortete: „Wir freuen uns, dadurch wieder einen Beitrag zum Gelingen der Festspiele leisten zu können und wünschen den Mitarbeitern der Europäischen Wochen gute Fahrt!“ Die dürfen den kostenlosen Leihwagen nämlich noch bis zum Ende der Festspiele am 18. Juli nutzen.

Kürzlich übergaben Franz Hofbauer sen., Franz Hofbauer jun. und Gerhard Franz, die Geschäftsführer des Passauer Autohauses Hofbauer, den Festspielen Europäische Wochen Passau einen kostenlosen Mietwagen. EW-Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg, der das Auto entgegennahm, zeigte sich hocherfreut über die Unterstützung: „Dieses Auto ist wirklich ein Schmuckstück! Lackiert in blau und gelb, den offiziellen Farben der Festspiele, dient es nicht nur als Transportmittel und zur Fortbewegung unserer Mitarbeiter, es ist gleichzeitig auch ein ausgezeichneter Werbeträger!“
Mit dem Opel Zafira fahren die Mitarbeiter der Europäischen Wochen zu den verschiedenen Veranstaltungsorten, sichern den Transport von Material und chauffieren natürlich auch die Künstler. „Wir wollen nicht versäumen, das großartige Kulturangebot zu fördern, dass uns die örtlichen Festspiele bieten. Deshalb unterstützen wir sie seit Jahren mit einem Mietwagen unseres Unternehmens“, so Franz Hofbauer sen. Dr. von Freyberg dankte den treuen Förderern und versprach bereits jetzt ein anspruchsvolles und vielseitiges Programm für die Festspielzeit 2011.

Die Festspiele Europäische Wochen Passau sind dafür bekannt, in den schönsten Kirchen, Klöstern und Schlössern in Ostbayern, Böhmen und Oberösterreich Veranstaltungen auszurichten. Damit die dafür notwendige Logistik gewährleistet ist, sponsert das Autohaus Meister Färber den Festspielen auch dieses Jahr wieder ein Fahrzeug der Marke KIA. Inhaber Alexander Färber, der Bezirksvorsitzender der Kfz-Innung Niederbayern, sagt dazu: „Ich möchte die Kultur in der Region unterstützen! Daher ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, die Europäischen Wochen mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu fördern.“

Auf eine mittlerweile 16-jährige Zusammenarbeit können das Autohaus Ortner und die Festspiele Europäische Wochen Passau zurückblicken. Jahr für Jahr stellen Stefan Ortner und seine Familie zwei Fahrzeuge zur Verfügung, mit denen beispielsweise erstklassige Künstler zu den 27 Festspielorten chauffiert werden.
Heuer nahm Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg die Schlüssel für zwei VW Passat Kombi entgegen und bedankte sich vielmals für die Unterstützung: „Durch Ihre Großzügigkeit und Ihren Sinn für Kultur helfen Sie uns immer wieder, die Festspiele zu realisieren. Ohne die Fahrzeuge des Autohauses Ortner wäre es nicht möglich, die vielen Orte unseres weit ausgedehnten Festspielgebietes zu erreichen und damit die hohe Qualität des Dreiländerfestivals zu gewährleisten, für die es bekannt ist.“ Stefan Ortner betonte abschließend: „Wir unterstützen die Europäischen Wochen immer gerne und wünschen diesem wunderbaren Festival einen erfolgreichen Verlauf.“

Ganz im Zeichen der Kleinsten standen heute die Europäischen Wochen beim 2. Passauer Babykonzert, das in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Passau durchgeführt wurde. Sage und schreibe 90 Babys haben sich mit ihren Eltern im Großen Redoutensaal eingefunden, der von der Mühldorfer GmbH & Co. KG komplett mit Decken und Kissen ausgestattet worden war. Hier ließ es sich hervorragend aushalten, so dass Klein und Groß ganz entspannt den Klängen von Silvia Fuchs-Savary (Harfe) und ihrem Mann Yves Savary (Violoncello), seines Zeichens Solocellist des Bayerischen Staatsorchesters, lauschen konnten.
Wie schon bei der Premiere erwies sich das Babykonzert, das von dem Intendanten der Festspiele Europäische Wochen Passau Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg nach einer Idee der Gitarristin Yvonne Zehner 2009 eingeführt worden war, als voller Erfolg. Da wurde getanzt, mitgesungen, herumgekrabbelt oder auch nur staunend zugehört, während die beiden Musiker Werke von Franz Schubert, Fryderyk Chopin und Nadia Boulanger spielten. „Besser kann man den Nachwuchs nicht an klassische Musik heranführen“, zeigte sich Dr. von Freyberg erfreut. Bestätigt wurde diese Einschätzung durch „Standing Ovations“ zum Schluss des Konzerts, die natürlich mit einer Zugabe belohnt wurden. Aufgrund der überwältigenden Resonanz sagte er bereits jetzt zu, diese wunderbare Tradition auf jeden Fall weiterführen zu wollen.

Der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Dr. Marcel Huber, eröffnete am Freitag, 11. Juni, vor rund 650 geladenen Gästen im prunkvollen Passauer Rathaussaal die 58. Festspiele Europäische Wochen Passau. Diese stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Frauengestalten – Frauen gestalten“ und spiegeln mit insgesamt 73 Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Theater, Lesung, Film, Vortrag, Ausstellung, Podiumsdiskussion und naturkundliche Wanderung die Vielfalt und Schönheit europäischer Kultur wider.
Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins, Willi Schmöller, und dem Grußwort des Passauer Bürgermeisters Urban Mangold, lobte Staatssekretär Dr. Huber die Europäischen Wochen „als Aushängeschild des Kulturstaates Bayern und der gesamten Festspielregion“ und gratulierte herzlich zum 50-jährigen Vereinsjubiläum. Die bewegende und mit viel Applaus bedachte Festrede zum Thema „Frauen in Russland: Last der Vergangenheit, Schwierigkeiten der Gegenwart, Hoffnung für Zukunft?“ hielt die russische Historikerin und Menschenrechtlerin, Dr. Irina Scherbakowa. Für die hervorragende musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten die Violinistin Kristine Balanas und der Pianist Michal Jacek Kozlowski.
Mit dem anschließenden Eröffnungskonzert in der Passauer Studienkirche hat EW-Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg gleich ein Zeichen für die hohe Qualität des Festspielprogramms gesetzt. Die griechische Dirigentin Konstantia Gourzi, die bei den diesjährigen Festspielen als Composer in Residence fungiert, dirigierte die Brünner Philharmoniker. Aufgeführt wurden das Rumänische Konzert von György Ligeti sowie zusammen mit der gefeierten Mezzosopranistin Julia Rutigliano „Les Nuits d’été“ von Hector Louis Berlioz. Darüber hinaus wurden die von Igor Strawinsky komponierte Ballettmusik „Apollon Musagète“ und Richard Strauss‘ Metamorphosen zu Gehör gebracht. Am anschließenden minutenlangen Applaus des Publikums ließ sich der Erfolg des Konzertes ablesen: Sowohl das Orchester als auch die Sängerin brillierten unter der souveränen Leitung Konstantia Gourzis mit ihren herausragenden Interpretationen der Werke.
Bereits am Vorabend der Eröffnung fand auf dem Passauer Residenzplatz eine Ouvertüre statt, die im Rahmen einer italienischen Sommernacht von der Nuova compagnia Canto Popolare aus Neapel musikalisch exzellent gestaltet wurde. Die Festspiele dauern bis zum 18. Juli 2010 und ermöglichen noch Tausenden Besuchern Kulturerlebnisse der Extraklasse mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern in den schönsten Kirchen, Klöstern und Schlössern sowie unter freiem Himmel im Dreiländereck Ostbayern, Böhmen und Oberösterreich.

Während der ersten gemeinsamen Präsentation der diesjährigen Festspielweine der Europäischen Wochen wurde deutlich, dass Hochkultur auch die leiblichen Freuden einschließt. Bei einer Weinprobe in der Heilig-Geist-Stiftschenke stellten deren Wirt, Fritz Mayer jun., sowie Weingutbesitzer und Winzer Manfred Hebenstreit zusammen mit EW-Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg einen Grünen Veltliner des Weinguts Salomon und einen Riesling des Weingutes Hebenstreit vor. Die ehrenamtliche Verwaltungsrätin der Bürgerlichen Heilig-Geist-Stiftung, Hildegunde Brummer, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, dieser exklusiven Erstverkostung beizuwohnen.
Dr. von Freyberg zeigte sich über das erstmalige Zusammenwirken hocherfreut: „Dass wir in diesem Jahr die beiden hochklassigen Festspielweine gemeinsam vorstellen, ist ein Zeichen für gegenseitige Wertschätzung und Engagement zu Gunsten der Kultur. Wir freuen uns besonders, dass die Weine aus den renommierten Weinbaugebieten Krems und Kleinriedenthal in Österreich stammen, denn immerhin ist ja auch unser Festival mit zwei Veranstaltungen in unserem Nachbarland vertreten.“
Die Vorstellung des Heiliggeist Lössterrassen Grünen Veltliners des Weinguts Salomon Undhof, Jahrgang 2009, übernahm Fritz Mayer jun.: „Farblich zeichnet er sich durch ein helles Gelbgrün aus und riecht nach Zitrus und Wiesenblumen. Am Gaumen schmeckt man die fein eingebundene Säure in den gelben Fruchtnuancen sowie eine zarte Pfefferwürze. Im Abgang ist er rassig und geschmeidig.“
Auch der zweite edle Tropfen fand bei den Teilnehmern der Weinprobe regen Anklang. Manfred Hebenstreit erläuterte die Charakteristika des Rieslings seines Weinguts, ebenfalls Jahrgang 2009: „Dieser Wein ist eine wahre Perle. Er sollte bei 10 bis 12 Grad gelagert werden, um seine ganze Eleganz zum Ausdruck zu bringen. Dann glänzt er wie strahlendes Weißgold, erinnert mit seinem Geruch an fruchtiges, feines Steinobst, ist als elegantes Säure-Fruchtspiel am Gaumen spürbar und sein finessenreicher Abgang verzaubert jeden Genießer! Am besten passt der Riesling zu Fischgerichten.“
Beide Weine stammen aus traditionsreichen Weingütern. Die Reben, aus denen der Grüne Veltliner gewonnen wird, stehen in Krems in der Wachau, dem wichtigsten österreichischen Weinbaugebiet. Sie gehören der in der Dreiflüssestadt angesiedelten Bürgerlichen Heilig-Geist-Stiftung. Deren ehrenamtliche Verwaltungsrätin, Hildegunde Brummer, ist stolz, dass wieder ein Wein der Stiftung mit dem Attribut Festspielwein der Europäischen Wochen geadelt wurde. Außerdem geht ein Teil des Erlöses an die Stiftung, die u.a. ein Altenheim betreibt.
Das Weingut Hebenstreit, ansässig im niederösterreichischen Kleinriedenthal bei Retz, betreibt seine Weinhandlung in der Passauer Innstadt schon seit vierzehn Jahren. Die ganze Erfahrung des Hauses kommt dem Inhaber Manfred Hebenstreit, der sich nach wie vor auf die Unterstützung seiner Familie verlassen kann, zugute. Auch sein Weingut liefert bereits jahrelang erstklassige Weine für die Festspiele Europäische Wochen Passau.
Die Festspielweine der Weingüter Salomon Unfried und Hebenstreit sind in der EW-Kartenzentrale und jeweils bei den Veranstaltungen erhältlich. Der Preis pro Flasche beträgt für den Grünen Veltliner 7,90 Euro und für den Riesling 8,40 Euro.
Nähere Informationen zu den Weingütern und zu den Festspielen:
www.salomonwines.com
www.weingut-hebenstreit.at
www.ew-passau.de

Die Europäischen Wochen sind im Landkreis Passau fest verankert – dies zeigte sich einmal mehr bei der diesjährigen Präsentation der neuen Festspiellandkarte am Montag, 12. April 2010, durch Landrat Franz Meyer und EW-Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg. Darauf sind alle Veranstaltungsorte gut sichtbar mit dem EW-Logo gekennzeichnet und ermöglichen es den Besuchern, sich in der Region zwischen Wiesenfelden im Westen, Lindberg/Ludwigsthal im Norden, Zlatá Koruna im Osten und Burghausen im Süden zu orientieren.
Die Festspiellandkarte ist aber natürlich nicht nur eine Orientierungshilfe für Touristen, sondern vermittelt auch historisch und kunsthistorisch Wissenswertes zu den einzigartigen Festspielorten, denen jeweils natürlich auch die diesjährigen EW-Veranstaltungen zugeordnet sind. „Die Kirchen, Klöster und Schlösser unserer Region sind wahre Schmuckstücke! Wir wollen den Besuchern der Festspiele Europäische Wochen Passau die Möglichkeit geben, ihre Schönheit im Rahmen unserer erstklassigen Kulturveranstaltungen zu entdecken“, so Dr. von Freyberg. Selbstverständlich gibt es diese Informationen nicht nur in gedruckter Form, sondern auch im Internet unter www.ew-passau.de/orte.html.
Landrat Meyer liegt der Beitrag seines Landkreises besonders am Herzen, der es den Festspielen Europäische Wochen Passau ermöglicht, die Region Ostbayern und das angrenzende Oberösterreich sowie Südböhmen als attraktive Kulturlandschaft zu erhalten. So können Einheimische und Touristen zum Beispiel die prachtvollen Schlösser in Ortenburg, Mariakirchen und Offenberg, kunsthistorisch bedeutsame Kirchen wie Mariä Himmelfahrt in Fürstenzell oder die von den Brüdern Asam gestaltete Klosterkirche Aldersbach kennenlernen. Der Landrat dankte allen Zuschussgebern, die sich trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage gerade im Jahr des 50. Geburtstags des Trägervereins der Festspiele wieder zu einer Förderung bereiterklärt haben. Ohne ihr Engagement sei es nicht möglich, so exzellente Künstlerinnen wie etwa die beiden ECHO Klassik-Preisträgerinnen des Jahres 2009, Sol Gabetta (Violoncello) und Nuria Rial (Sopran), nach Fürstenzell und Osterhofen zu holen. Ein besonderes Schmankerl wartet auf die Besucher auch am 11. Juli auf Gut Aichet bei Thyrnau: zum 6. Mal findet dort das Picknick-Konzert der Europäischen Wochen statt, das dieses Jahr unter dem Motto „Women in Jazz“ steht und vom Bundesjazzorchester und den Solistinnen Meike Goosmann und Julia Hülsmann gestaltet wird. Darüber hinaus wird es auch wieder in Kooperation von Landkreis und Europäische Wochen eine Ausstellung in der Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg geben: Kein Geringerer als Arno Rink, der als Vater der Neuen Leipziger Schule gilt, wird dort ab dem 25. Juni seine sehenswerten Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen zum Thema „Frauen“ präsentieren.
Intendant Dr. von Freyberg dankte Landrat Meyer für die großzügige Unterstützung des Landkreises, der auch bei der Festspiellandkarte in bewährter Weise als Mitherausgeber fungierte, und schloss auch alle Förderer ein, die die Erstellung dieses beliebten Folders ermöglicht haben: die Zahnradfabrik Passau, die Sparkasse Passau, die Stadt Burghausen, Tele Regional Passau 1, das Funkhaus Passau Unser Radio, das Kultur- und Tourist-Referat Untergriesbach und Schloss Offenberg sowie der Kartografische Verlag Schubert & Franzke mit Sitz in St. Pölten. Außerdem drückte Dr. von Freyberg auch allen anderen Sponsoren im Landkreis Passau gegenüber seine Dankbarkeit aus. Schließlich machten sie den Großteil aller EW-Förderer aus.
Die Festspiellandkarte mit einer Gesamtauflage von 35.000 Stück ist kostenlos in allen Tourist-Informationen der Veranstaltungsorte und allen Vorverkaufsstellen, insbesondere der Kartenzentrale der Festspiele Europäische Wochen Passau, Dr.-Hans-Kapfinger-Str. 30, 94032 Passau, Tel. 0851 / 490 831-0, Fax 0851 / 490 831-20, kartenzentrale
ew-passau, www.ew-passau.de erhältlich. Zudem kann die Festspiellandkarte u.a. angefordert werden bei der Tourist-Information Passauer Land, Domplatz 11, 94032 Passau, Tel. 0851 / 397-600, Fax 0851 / 397-488, tourismus
landkreis-passau.de, www.passauer-land.de.

Der Intendant der Festspiele Europäische Wochen Passau Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg überreichte am Montag, 22. März 2010, dem Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper das erste Exemplar des neuen Programmhefts.
Auf insgesamt 100 Seiten enthält das in einer Auflage von 50.000 Stück erschienene Heft wieder jede Menge interessanter Informationen. Wie gewohnt finden sich auf den ersten Seiten das Grußwort der Schirmherrin Dr. Dr. h.c. Hildegard Hamm-Brücher sowie das Vorwort des Kommissarischen Vorstandsvorsitzenden des EW-Vereins Willi Schmöller und des Intendanten Dr. von Freyberg in deutscher, englischer und tschechischer Sprache. Danach bekommt der Leser umfassende Auskünfte zum diesjährigen Programm, wobei jeder Veranstaltung eine ganze Seite gewidmet ist. Im Anschluss daran erfährt man alles Wichtige über den angebotenen Shuttlebus-Service zu den Veranstaltungen außerhalb Passaus, die Veranstaltungsorte in und außerhalb der Dreiflüssestadt, die Verkehrsanbindung, die Unterkunftsmöglichkeiten, die Gremien des Trägervereins und selbstverständlich auch über den Kartenverkauf und die entsprechenden Verkaufsstellen. Als Neuerung enthält das Programmheft in diesem Jahr eine Liste mit Verkaufsartikeln der Europäischen Wochen, angefangen von der Festschrift zur 50-Jahrfeier der Festspiele über Konzertmitschnitte bis hin zum Festspielwein. Für EW-Freunde und die, die es noch werden wollen, dürfte auch diese Seite eine interessante Lektüre darstellen.
Unter dem Motto „Frauengestalten – Frauen gestalten“ wird in diesem Jahr das Thema „Frau“ unter verschiedenen Gesichtspunkten in der gewohnten Spartenvielfalt beleuchtet: So beschäftigt sich das Programm zum einen mit bedeutenden Frauen der europäischen Kulturgeschichte, seien sie aus der Welt des Glaubens oder der Mythologie, der Kunst, der Musik, des Theaters und der Literatur. Zum anderen wird es hauptsächlich getragen durch die Mitwirkung einer sehr großen Anzahl hervorragender Künstlerinnen unserer Zeit aus den Bereichen Komposition, Dirigat, Gesang, Instrumentalkunst, Schauspiel, Regie, Film, Tanz und Choreographie. Insgesamt können sich Kulturfreunde auf 73 Veranstaltungen freuen, wovon 44 in der Stadt Passau, 25 in Ostbayern und jeweils zwei in Böhmen und Oberösterreich stattfinden.
Bei der Übergabe des Programmheftes erklärte der Intendant Dr. von Freyberg: „Wir sind allen Zuschussgebern – allen voran der Stadt Passau und dem Freistaat Bayern – sowie den über 250 Sponsoren für ihre Unterstützung und das Verantwortungsgefühl für das Kulturleben im Dreiländereck sehr dankbar. Ihre großzügige Spendenbereitschaft hat es auch in diesem Jahr ermöglicht, die erwartete Qualität des Festspielprogramms durch das Engagement renommierter Künstlerinnen und Künstler zu bieten. Wir laden alle Kulturfreunde ein, das Programmheft zu studieren und die Aufführungen in den schönsten Kirchen, Klöstern und Schlössern sowie unter freiem Himmel im Dreiländereck Ostbayern, Böhmen und Oberösterreich zu besuchen.“ OB Dupper stellte anschließend heraus, dass es ihm gerade im Jahr des 50-jährigen Jubiläums des Trägervereins Festspiele Europäische Wochen Passau eine besondere Freude sei, seitens der Stadt einen Teil dazu beigetragen zu haben, dass der Intendant in bewährter Weise wieder so ein hochwertiges Programm auf die Beine stellen konnte.
Das Programmheft liegt ab sofort bei allen öffentlichen Stellen sowie in der Kartenzentrale der Europäischen Wochen in der Dr.-Hans-Kapfinger-Straße 30 auf (Öffnungszeiten bis 23. April: Mo. bis Fr.: 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr; ab 26. April: Mo. bis Fr.: 10.00 bis 17.30 Uhr sowie Sa.: 10.00 bis 12.00 Uhr).
Die Bestellung ist möglich per Telefon unter +49 (0) 851 / 490 831-0, Fax +49 (0) 851 / 490 831-20, E-Mail an kartenzentrale
ew-passau.de, www.ew-passau.de oder auch über das Internetportal Ticket online unter www.ticketonline.com unter dem Suchbegriff „Festspiele Europäische Wochen Passau“. Alle weiteren Vorverkaufsstellen sind im Programmheft verzeichnet, darunter die 22 PNP-Geschäftsstellen und die Reisezentren des VertriebsService Ostbayern in den Bahnhöfen der Deutschen Bahn.

Bei den Festspiele Europäische Wochen Passau 2010, die vom 10. Juni bis 18. Juli stattfinden und unter dem Motto „Frauengestalten – Frauen gestalten“ stehen, wird die russische Menschenrechtlerin Dr. Irina Scherbakowa als Festrednerin auftreten. Für den Intendanten Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg ist es eine besonders große Freude, dass mit dieser renommierten Menschenrechtlerin erneut eine herausragende Persönlichkeit von internationalem Rang für die Festrede gewonnen werden konnte.
Dr. Irina Scherbakowa wurde 1949 in Moskau geboren. Nach dem Studium der Germanistik, das sie 1971 mit dem Staatsexamen abschloss, war sie zunächst als Übersetzerin tätig. Seit Ende der 1970er-Jahre beschäftigte sie sich mit dem Schicksal von Opfern des Stalinismus, indem sie zahlreiche Tonbandinterviews mit Überlebenden des sowjetischen Gulag führte und schriftliche Nachlässe sammelte. In diesem Zusammenhang war sie dann auch publizistisch tätig, veröffentlichte ihre Erkenntnisse also in verschiedenen Zeitschriften.
Von 1992 bis 2006 lehrte sie als Dozentin an der Russischen Staatlichen Universität für Humanwissenschaften in Moskau im Bereich „Oral History“. Dabei forschte sie über das kulturelle Gedächtnis in Russland und betrieb umfangreiche Archivstudien zum Stalinismus – bereits ab 1991 auch in den Archiven des KGB –, zum Gulag und zu den sowjetischen Speziallagern auf deutschem Boden nach 1945. Seit 1999 ist Dr. Scherbakowa Leiterin des jährlich ausgerichteten Projekts „Allrussischer historischer Schülerwettbewerb“ der 1988 auf Initiative von Andrei Sacharow gegründeten Menschenrechtsorganisation „Memorial“.
Für ihren Film „Alexander Men. Treibjagd auf das Sonnenlicht“ von 1993 wurde sie 1994 mit dem Katholischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Darüber hinaus gehört sie seit 1999 dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar an. 2005 erhielt sie für ihren unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Wieder einmal ist es den Verantwortlichen der Festspiele Europäische Wochen Passau in Zusammenarbeit mit der Universität Passau, dem Katholischen Deutschen Frauenbund / Diözesanverband Passau, dem Dekanatsfrauenteam des Evang.-luth. Dekanats Passau und dem Arbeitskreis Christen und Juden in Passau gelungen, für die diesjährige Auflage eine hochkarätige Referentin zu gewinnen: Die Cellistin Anita Lasker Wallfisch, Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz, wird am Montag, 21. Juni 2010, aus ihrem Leben berichten. Der Intendant Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg sieht es als eine besondere Auszeichnung für die Arbeit der Europäischen Wochen, dass sich die in London lebende Künstlerin als Zeitzeugin des Holocausts bereiterklärt hat, nach Passau zu kommen.
Anita Lasker Wallfisch wurde 1925 in Breslau, dem heutigen Wrocław (Polen), als dritte Tochter von Dr. Alfons Lasker, der als Rechtsanwalt und Notar am örtlichen Oberlandesgericht tätig war, und der Musikerin Edith Lasker geboren. 1942 wurden ihre Eltern von den Nazis deportiert und ermordet.
Während sich die älteste Schwester von Anita Lasker Wallfisch nach England retten konnte, kam sie selbst zusammen mit ihrer Schwester Renate als Zwangsarbeiterin in eine Papierfabrik. Da die beiden dort wiederum Papiere für französische Kriegsgefangene fälschten und entdeckt wurden, wurden sie zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt. 1943 kamen sie getrennt voneinander in das Konzentrationslager Auschwitz, wo es nur einem glücklichen Zufall zu verdanken war, dass sie sich wieder fanden. Das Leben rettete den beiden dort schließlich die Tatsache, dass Anita Lasker Wallfisch als Cellistin in der Lagerkapelle spielte. Ende 1944 wurden sie nach Bergen-Belsen verbracht und dort am 15. April 1945 von englischen Truppen befreit.
Anfang 1946 gingen beide nach England. Dort wurde Anita Lasker Wallfisch Gründungsmitglied des English Chamber Orchestra und heiratete den Pianisten Peter Wallfisch. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Raphael Wallfisch, der ebenfalls Cellist wurde, und Maya Wallfisch, die als Psychotherapeutin arbeitet. Inzwischen hat Anita Lasker Wallfisch auch vier Enkelkinder, die alle das musikalische Vermächtnis der Großmutter weitertragen: Benjamin als Dirigent und Komponist, Simon als Cellist und Tenor, Joanna als Jazz-Sängerin und Abraham als Cellist.