
Verkanntes Genie
MUSIKALISCH - GESPROCHENE HOMMAGE ZUM 200. TODESTAG
Prof. Hellmuth Matiasek [Vortrag]
Streichquartett der Bayerischen Philharmonie
Ágnes Pusker [Violine I] | Julia Pusker [Violine] | Julie Risbet [Viola] | N.N. [Cello]
Solistin: Elaine Ortiz Arandes [Sopran]
Wolfang Amadeus Mozart | Auszüge aus der Zauberflöte [bearbeitet für Streichquartett]
Emanuel Schikaneder | "Mein einziger, liebster Nadir", Arie für Sopran und Orchester
aus der Oper "Der Stein der Weisen" [bearbeitet für Sreichquartett]
"Seine" Oper führt auch 220 Jahre nach ihrem Entstehen die Hitlisten im Repertoire der deutschsprachigen Opernhäuser: Für "Die Zauberflöte" war der gebürtige Straubinger Emanuel Schikaneder das alter ego von Wolfgang Amadeus Mozart, sein drängender Freund, Textdichter, Hauptdarsteller und Produzent. Ohne ihn hätte es das Jahrhundertwerk nie gegeben.
Eine undankbare Nachwelt hat an Emanuel Schikaneder viel gut zu machen. Die
epochale Wirkung der "Zauberflöte" hat seinem Image nur geschadet, sein Anteil daran wurde vorsätzlich geschmälert. Aber Schikaneder war ein überaus kreativer Theatermann, der Shakespeare nach Süddeutschland brachte, dank seiner Zauber- opern und Volksstücke zum Vorläufer von Johann Nestroy und Ludwig Anzengruber wurde und das bis heute lebendige "Theater an der Wien" begründete. Anlässlich seines 200. Todesjahres geht es den Europäischen Wochen um die Spurensuche zum besseren Verständnis dieses schillernden Komödianten an Mozarts Seite.