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Seine seit mehr als 850 Jahren bewiesene Standfestigkeit inmitten des Teiches verdankt das Schloß dem Fundament der fast zweieinhalb Meter dicken Mauern auf einer Unzahl von Holzpilonen. Obwohl es sich um ein Verteidigungsbauwerk handelte, ist seinen Erbauern eines der vollkommensten Beispiele der Architektur der Spätrenaissance gelungen. Die verwendeten Formenelemente können als einfach bis archaisch bezeichnet werden: gerade flache Baukörper, zylindrische Formen bei den vier Ecktürmen, Kegelformen bei deren Dächern. Die Wirkung wird zweifellos durch den Spiegeleffekt des Schloßteiches zusätzlich unterstrichen. Ein weiterführendes Element renaissancezeitlicher Architektur vermittelt der zweigeschossige Arkadenhof. Der sich über zwei Stockwerke erstreckende Rittersaal im Ostflügel ist der wohl wichtigste Raum im Schloßinneren. Er ist einer der bedeutendsten Renaissancesäle Oberösterreichs. Erwähnenswert sind die Darstellungen aus der antiken Mythologie in den stuckgerahmten Feldern der Stichkappentonnen, zwei große Türstöcke aus der Zeit um 1645 sowie sechs Ölbilder des Malers Kessler aus Brixen im Thale. http://www.aistersheim.info.at/

25 km donauabwärts von Passau befindet sich ein historisches Kleinod: das 700 Jahre alte Zisterzienserkloster Engelszell, heute einziges Trappistenkloster Österreichs. Es wurde 1293 von Wernhart von Prambach, Fürstbischof von Passau gegründet, und hat eine sehr wechselhafte Geschichte mit mehreren Aufhebungen, Belagerung, Plünderung und Feuersbrunst hinter sich. Die Stiftskirche mit ihrem 76 m hohen Turm ist eine der eindrucksvollsten und stilistisch reinsten Rokoko-Kirchen Österreichs. Sie wurde 1754 bis 1764 erbaut. Ihr Innenraum weist auf Einflüsse des Münchner Hofbaumeisters Johann Michael Fischer hin. Alle Altarbilder und die alten Deckenfresken stammen von dem berühmten Barockmaler Bartolomeo Altomonte. Johann Georg Üblher schuf mit seinen Mitarbeitern in dieser Kirche seine letzten Werke. Das Glanzstück seiner Stuckarbeiten ist die Rokokokanzel. Das schöne Chorgestühl stammt aus der Werkstatt des Passauers Josef Deutschmann. Nach einer früheren baulichen Beschädigung wurde die Langhausdecke 1957 mit einem modernen Gemälde von Prof. Fritz Fröhlich in einmaliger und ausdrucksvoller Weise neu gestaltet. 1925 kaufte der Trappistenorden das Kloster. Die „schweigenden Mönche“ verhalfen ihm zur heutigen Blüte. www.engelhartszell.at