58. Festspiele Europäische Wochen Passau 2010 | 10. Juni bis 18. Juli 2010

Veranstaltungsorte in Niederbayern und Oberbayern

Aldersbach: Klosterkirche

Im Vilstal liegt die ehemalige Zisterzienserabteikirche Mariä Himmelfahrt. Sie geht auf das Jahr 1146 zurück, als 12 Mönche aus dem fränkischen Ebrach das 1120 gegründete Augustinerchorherrenstift übernahmen. Ab 1720 arbeiteten die Brüder Asam an der Ausgestaltung der Kirche. Egid Quirins reiche Stuckarbeiten gipfeln in der schwungvollen Orgelempore. Sein Bruder Cosmas Damian hat mit der Darstellung der Weihnachtsvision des Heiligen Bernhard im Hauptfresko des Langhauses der Gewölbemalerei des 18. Jahrhundert neue Wege gewiesen. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten präsentieren sich die Klostergebäude in neuem Glanz. Hier findet sich auch eine der ältesten Brauereien Bayerns mit Bräustüberl und Brauereimuseum. Sehenswert ist der 1760 geschaffene Bibliothekssaal. Leider wurde das dreigeschossige Schrankwerk mit Galerie und vier Treppen im 19. Jahrhundert verkauft. Über 30.000 Bände wurden bei der Säkularisation beschlagnahmt. Die wertvollsten Handschriften und Bücher kamen in die Staatsbibliothek München. Das große Deckenfresko des besten Asamschülers Matthäus Günther blieb erhalten und wurde 1970 und 1985 restauriert.
www.aldersbach.de

Burghausen: Klosterkirche Raitenhaslach

1146 übersiedelten Zisterzienser in das bereits 788 erstmals urkundlich erwähnte „Ratinhaselach“ und begannen gleich mit dem Bau der Klosterkirche, die jedoch Mitte des 13. Jahrhundert abbrannte. Der Wiederaufbau fand 1585 unter Abt Stossberger statt. Er errichtete den Glockenturm, stellte schön geschnitztes Chorgestühl auf, verschönerte einige Altäre, verlegte ein Marmorpflaster und ließ auch eine Orgel anbringen. 1735 begannen unter Abt Robert Pendtner umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen, wobei das Innere der Klosterkirche so barockisiert wurde, wie es der jetzige Zustand zeigt. 1803 wurde das Zisterzienserkloster im Zuge der Säkularisation von der bayerischen Regierung aufgehoben, Kapellen und ein Teil des Klostergebäudes abgerissen. Was blieb, ist ein phantastisch barockisierter Raum mit einer prächtigen Rokokoausstattung. Die 131 Wappenbilder über den Altären beziehen sich auf Mitglieder des Adels, die dort begraben sind, u.a. auch Hedwig, Königin von Polen.
http://tourismus.burghausen.de

Deggendorf: Campus der Hochschule

Aufsehenerregend ist die Architektur der Hochschule: Zwischen Donau und Bayerischem Wald ist ein Hochschulcampus in klassisch griechischem Stil entstanden. Ein Prachtbau, der wie ein Magnet wirkt: neueste Ausstattung, beste Labors und hervorragende Betreuung der Studierenden. Entsprechend den Erfordernissen der Wirtschaft wurden das grundständige Lehrangebot ausdifferenziert und neue Studiengänge eingeführt. Derzeit werden folgende Bachelorstudiengänge an der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Deggendorf angeboten: Betriebswirtschaft, Tourismus, International Management, Wirtschaftsinformatik, Bauingenieurwesen, Ressourcen- und Umweltmanagement, Elektro- und Informationstechnik, Angewandte Informatik, Medientechnik, Maschinenbau, Produktionstechnik und Mechatronik. Neben diesen 14 Bachelorstudiengängen werden sieben weitere Master- und sieben MBA-Studiengänge angeboten. www.fh-deggendorf.de

Frauenau: Freiherr von Poschinger Glashütte

Am Ortsrand von Frauenau im Ortsteil Moosau steht die Freiherr von Poschinger Glashütte. Unter dem imposanten, freitragenden Holzdachstuhl steht das Herz der Hütte: der Glasofen. Hitze, Feuer, Rauch und Wasserdampf prägen im Alltag die Atmosphäre der Ofenhalle. Die Glasmacher holen das 1200°C heiße Glas aus dem Ofen und geben ihm mit geschickten Handgriffen seine Form. Die Freiherren von Poschinger prägen seit über 400 Jahren die Geschichte des bayerischen Glases. Mit Stolz blicken sie auf diese weltweit einmalige und ununterbrochene Familientradition zurück. Die „Poschinger Hütte“ ist die älteste Glashütte Deutschlands mit der ältesten Familientradition der Welt. Hier werden bis zum heutigen Tage alle Gläser in reiner Handarbeit hergestellt und veredelt.
www.frauenau.de

Freyung: Kurhaus

Mitten im Herzen der Stadt Freyung liegt das im Jahr 1989 eröffnete Veranstaltungszentrum „Das Kurhaus“. Ob Tagungen, Kongresse, Theater, Konzerte, Seminare, Feste oder Ausstellungen – das Kurhaus ist Treffpunkt für Gäste und Einheimische. Folgende Einrichtungen stehen im Kurhaus zur Verfügung: der Kursaal (230 qm) mit großer Bühne, Künstlergarderoben, Saalfoyer, Galerie, Tagungsräume im Haupt- und Nebengebäude sowie das Ausstellungsfoyer. Ferner beherbergt das Kurhaus eine Bibliothek mit ca. 20.000 Bänden und neuen Medien, ein Kino mit 150 Plätzen und das Kurcafé mit zwei Kegelbahnen. www.freyung.de

Fürstenzell: Klosterkirche

Das Kloster wurde 1274 von den Zisterziensern in einer weiten Senke des Isar-Inn-Hügellandes gegründet. Die barocke Doppelturmfassade sieht man bereits von fern. Ihre Blüte erlebte die Abtei im 18. Jahrhundert. Davon legt die durch Johann Michael Fischer erbaute und mit Fresken Johann Jakob Zeiller geschmückte Abteikirche Mariä Himmelfahrt ein eindrucksvolles Zeugnis ab. Den monumentalen Hochaltar schuf kein Geringerer als der Münchner Hofbildhauer Johann Baptist Straub. Der puttenreiche Stuck stammt von Johann Baptist Modler. Die höchste Steigerung des Rokoko ist in der Klosterbibliothek in den ehemaligen Klostergebäuden zu bewundern. Das kostbare Schnitz- und Schrankwerk wurde vom Passauer Bildhauer Josef Deutschmann geschnitzt und gilt als sein Hauptwerk. www.fuerstenzell.de

Grafenau: Katholische Pfarrkirche

Das Stadtbild überragend steht hoch und langgestreckt der imposante Bau der katholischen Stadtpfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Die Geschichte der Kirche geht auf das 15. Jahrhundert zurück, als die Kirche bereits „Unseren Lieben Frau“ geweiht war. Über die Jahrhunderte hinweg wurde sie weiter ausgebaut und renoviert. 1734 erhielt sie eine erste Deckenbemalung. 1904 wurde der einschiffige Bau zum dreischiffigen Bau erweitert. Zahlreiche Heiligenstatuen erinnern an die Benediktiner und Augustiner Chorherren. Eine Kreuzigungsgruppe über dem Portal des linken Seitenschiffes stammt aus der Barockzeit (etwa 1640-1650), der Hochaltar aus der Zeit um 1730. Im Untergewölbe der Kirche befinden sich die Armenseelenkapelle und die Lourdesgrotte, eine Nachbildung der Grotte von Massabielle bei Lourdes, in der dem Hirtenmädchen Bernadette Soubirous im Jahre 1858 Maria erschien. www.grafenau.de

Lindberg / Ludwigsthal: Haus zur Wildnis

Mit einer Fläche von 3.000 Quadratmetern wurde das „Haus zur Wildnis“ als Informa-tions-, Lern- und Erlebnisstätte des Nationalparks Bayerischer Wald konzipiert. In diesem Informationszentrum erwarten den Besucher verschiedene Ausstellungen, ein großes 3D-Kino, ein Spielraum, der Nationalpark-Laden sowie die Nationalpark-Gastronomie.
Im Zentrum der Einrichtung steht die Entwicklung des Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava hin zur Wildnis. Eine Dauerausstellung soll dabei Erwachsene und Kinder gleichermaßen ansprechen und diese zum Selbstentdecken draußen in der Natur anregen. Das Besucherzentrum liegt inmitten eines Waldstücks bei Ludwigsthal (5 km entfernt von Zwiesel). Umgeben ist es vom Tier-Freigelände. Wölfe, Luchse, Wildpferde und Urrinder sind dort in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Als Beobachtungspunkte dienen ein Aussichtsturm und Besucherbrücken im Freigelände. Die Nachbildung einer Steinzeithöhle soll den Wandel von Klima, Landschaft und Tierwelt der letzten Eiszeit und beginnenden Nacheiszeit illustrieren. Das Haus zur Wildnis hat mit dem Bahnhaltepunkt „Ludwigsthal“ einen eigenen Bahnhof, der sogar näher am Ziel liegt als der Großparkplatz. Vom Zug aus gelangt der Besucher direkt auf den Spazierweg, der durch das Tier-Freigelände zum Haus zur Wildnis führt. Das Haus zur Wildnis ist mit seinem vielfältigen Angebot ein ideales Ausflugsziel für die gesamte Familie. www.gemeinde-lindberg.de, www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Mariakirchen: Schloßinnenhof

Die an dieser Stelle ursprünglich errichtete Wasserburg des Mittelalters wurde in der Mitte des 16. Jahrhundert zu einem imposanten Wasserschloß umgebaut. In der Regelmäßigkeit der Anlage, der Fensterverteilung und einzelnen Detailformen zeigt sich der Einfluß der beginnenden Renaissance im sonst von der Spätgotik dominierten Gesamtbild. Besonders eindrucksvoll ist das im Renaissancestil gehaltene Portal der Westwand des Schloßhofes, in dessen Giebelfeld das Ehewappen Closen-Nothaft abgebildet ist. Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage durch einen barocken Torbau erweitert und um 1700 erfolgte die Ausgestaltung der Schloßkapelle. Im Laufe des 19. Jahrhundert wurden der Hauptturm und die vier Seitentürme abgetragen und durch neue ersetzt. Trotz dieser Umgestaltungsarbeiten ist der rechteckige und vierflügelige Bau architektonisch auch heute noch ein bedeutendes Denkmal der von der Renaissance beeinflußten Baukunst des Rottals. www.mariakirchen.de

Metten: Kloster und Festsaal

Westlich der Stadt Deggendorf liegt das im 8. Jahrhundert gegründete, bedeutende Benediktinerkloster Metten. Berühmt ist die barocke Klosterbibliothek – ein prächtiger Saal benediktinischer Gelehrsamkeit. Franz Josef Ignaz Holzinger (1691-1775) schuf hier ein Juwel der Dekorationskunst des 18. Jahrhundert. Die dem Heiligen Michael geweihte Klosterkirche wurde im beginnenden 18. Jahrhundert grundlegend erneuert und u. a. mit Fresken von Cosmas Damian Asam verziert. In der Vorhalle der Klosterkirche zeigt ein Fresko die Legende der Klostergründung im Jahre 766. Doch der dort dargestellte Kaiser Karl der Große hat die Abtei in Wahrheit lediglich mit großem Besitz ausgestattet. Im Klosterhof hinter dem Karlsbrunnen wird die prächtige Fassade des Festsaalbaues (1734) sichtbar. Das Kloster Metten fiel im Jahr 1803 der Säkularisation zum Opfer, wurde aber auf Befehl des bayerischen Königs Ludwig I. 1830 wieder neu gegründet und widmet sich seither hauptsächlich der Erziehung der Jugend. www.markt-metten.de

Schloss Neuburg: Landkreisgalerie

Um das Jahr 1050 erbaut, ragt die malerische Burganlage hoch über dem Inn gelegen empor. Die spätmittelalterliche Wehranlage, die Umgestaltung in ein fürstliches Renaissance-Schloß (ab 1529) und die Verwandlung ins Barocke (ab 1654) zeugen von einer lebhaften und wechselvollen Geschichte von Schloß Neuburg. Es war der Regierungssitz der Grafschaft Neuburg, die neben dem Gebiet der Wittelsbacher, dem Hochstift Passau und der Grafschaft Ortenburg eines der vier Territorien war, aus denen sich das heutige Niederbayern zusammensetzt. Die einfühlsamen Renovierungsarbeiten der letzten Jahre machten das Schloß wieder zu einem Schmuckstück der Region und zu einem der bedeutendsten Bau- und Geschichtsdenkmäler Niederbayerns.

Öffnungszeiten: März bis November, Dienstag bis Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr

Niederalteich: Basilika

Die Abtei wurde 741 von Herzog Odilo II. gegründet und ist eine der ältesten und wichtigsten in Bayern. Von der romanischen Kirche ist kaum etwas erhalten, die gotische Gestaltung wurde barockisiert. In neuem Glanz erstrahlen nach einer Restaurierung die zahlreichen Fresken von Wolfgang Andreas Heindl (1693-1757), die die 1000-jährige Geschichte Niederalteichs erzählen. Der Stuck stammt von den Brüdern d'Allio. Ein Kleinod ist die Sakristei. Der Laienbruder Pirmin Tobiaschu fertigte um 1727 die 30 darin befindlichen Schränke. Die Türme entwarf der Münchner Baumeister Johann Michael Fischer. In den Klostergebäuden ist heute ein musisches Gymnasium untergebracht. Das Kloster ist auch eine Begegnungsstätte, die zur inneren Einkehr einlädt. www.niederalteich.de

Niederalteich: Kirche St. Nikolaus des Klosters

Neben der kunsthistorisch bedeutenden Barockbasilika befindet sich auch die Kirche St. Nikolaus auf dem Gelände des Klosters Niederalteich. Sie war einst das Sudhaus der Klosterbrauerei und wurde 1986 renoviert und eingeweiht. Das Barockgewölbe und die mit Alabaster versehenen Fenster sind besondere Merkmale der Kirche. Die prachtvoll gestaltete Ikonostase (Wand mit gemalten Heiligenbildern) mit sowohl alten als auch zeitgenössischen Ikonen läßt den Raum besonders feierlich erscheinen. 1924 hat Papst Pius XI. den Benediktinerorden aufgerufen, Theologie und Frömmigkeit des christlichen Ostens im Abendland bekannt zu machen sowie den theologischen Dialog mit den orthodoxen Kirchen zu pflegen. Vor über 50 Jahren nahmen sich die Abtei Niederalteich und ihre Mönche, die im byzantinischen Ritus leben wollten, dieser Aufgabe an. Bis heute wird diese Tradition fortgeführt. Heute ist Niederalteich ein wichtiges geistliches Zentrum im Dienst der Ökumene in Deutschland. www.niederaltaich.de

Offenberg: Schloßinnenhof

Schloß Offenberg liegt an den westlichen Ausläufern des Bayerischen Waldes. Sein Ursprung geht zurück bis in die Römerzeit. Die äußeren Fassaden des Schloßes, ebenso wie seine vier Türme, sind ca. 900 Jahre alt. Während der vergangenen 400 Jahre war Schloß Offenberg der Sitz einflußreicher bayerischer Adelsfamilien. Die bedeutendste war die Familie der Grafen von Montfort vom Bodensee. In ihrem Besitz befand sich Offenberg von 1688 bis 1747. Der Barockumbau des Schloßes geht auf den Grafen Anton von Montfort zurück, ebenso die Errichtung zweier Wassergräben mit Hängebrücken. Bemerkenswert sind der Bau der bedeutenden St. Georgs Kapelle und die Schönheit der Deckenfresken. Während der europäischen Restauration zwischen 1815 und 1830 war das Schloß im Besitz des Barons Johannes von Pronath. Er wirkte wesentlich an der Erneuerung des Kulturlebens in Bayern mit, vor allem durch die Wiederbegründung des Benediktinerklosters Metten. Von 1910 bis 1987 gehörte Schloß Offenberg den Grafen von Bray-Steinburg, einer einflußreichen Familie im Dienste des bayerischen Königshauses. 1997 gelangte das Schloß in Privateigentum und wurde Sitz der Europäischen Akademie für Kultur- und Gesellschaftsfragen. Als idealer Standort wird es auch für Konferenzen, Konzerte, Ausstellungen und Workshops genutzt. www.offenberg.de und www.schloss-offenberg.de

Ortenburg: Schloßinnenhof

Über dem Wolfachtal, etwa 20 km von Passau entfernt, liegt Schloß Ortenburg. Grund- und Ortsherren des Marktes Ortenburg waren die Ortenburger Grafen. Graf Joachim von Ortenburg führte im Jahre 1563 in seiner Grafschaft die Reformation ein und kam dadurch in langjährigen Zwist mit Herzog Albrecht von Bayern. 1567 wurde das Schloß nach seiner Zerstörung im Renaissance-Stil wieder aufgebaut. Das Schloß birgt einen herrlichen restaurierten Renaissance-Innenhof mit Arkaden, eine prächtige Renaissance-Kassettendecke im Festsaal, eine der hervorragendsten deutschen Intarsienarbeiten dieser Zeit und einen Rittersaal im Nordflügel, der mit einer Holzkassettendecke und schönen Wandmalereien ausgestattet ist. www.ortenburg.de

Osterhofen - Altenmarkt: Basilika

Altenmarkt, ein Stadtteil von Osterhofen, liegt im flachen, fruchtbaren Gäuboden. In der Klosterkirche St. Margareta, päpstliche Basilika seit 1983, vereinigte sich ab 1731 die künstlerische Kraft der Brüder Asam mit der Raumschöpfung Johann Michael Fischers, der ab 1727 die neue Kirche für das Prämonstratenserkloster baute. Neben dem Stuck sind es vor allem die Altäre, mit denen Egid Quirin Asam den imponierenden Kirchenraum Fischers kongenial ausfüllte. Sein Bruder Cosmas Damian schuf die Deckenfresken. Gewaltige Ausmaße hat der Hochaltar mit dem Stuckmarmor-Baldachin, Egid Quirin Asams bedeutendstes Werk. Sein Bruder fügte das riesige Margaretengemälde hinzu. www.osterhofen.de

Rotthalmünster: Pfarrkirche

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist ein spätgotischer Bau. Johann Gregor Hirschstetter, Hofmaurermeister aus Landshut, baute 1733 den Kirchturm um. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Seitenschiffe erweitert, um für die größere Empore Platz zu schaffen. Der Chor, an dem sich die Wandgemälde mit dem darauf abgebildeten Apostelzyklus mit Glaubensbekenntnis befinden, hat die gleiche Breite wie das Hauptschiff. Der Apostelzyklus dürfte ca. 1594/95 entstanden sein. Das vierjochige Langhaus ist in den seitlichen Ausmaßen sehr großzügig gestaltet. Der vergoldete Hochaltar wurde 1700 errichtet. Die Himmelfahrt Mariens ist auf dem Altargemälde dargestellt. Die lebensgroße Figur des Heiligen Johannes von Nepomuk mit abgeschnittener Zunge wurde 1740 von Wenzel Jorhan, einem Meister des Schnitzhandwerks, angefertigt. www.rotthalmuenster.de

Straubing: Alter Schlachthof

Der städtische Schlachthof Straubing aus rotem Backstein in der Heerstraße wurde 1898/1899 als einer der damals modernsten Schlachtanstalten der Welt errichtet. Planender Architekt des Industriedenkmals war Stadtbaumeister Kaspar Mahkorn. Nach Umsiedlung des Schlachthofes in neue Gebäude verkaufte die Stadt das Areal an die Stadtwerke. Seit 1995 unterhält die Volkshochschule dort auch die „Schule der Phantasie“. In der großen Halle werden gelegentlich Kunstausstellungen durchgeführt und Konzerte zeitgenössischer Musik veranstaltet. www.straubing.de

Straubing: Rittersaal

Herzog Albrecht I. von Straubing-Holland begann 1356, das Herzogschloß zu erbauen: als fürstliches Wohnhaus mit Herzogsturm, Fürstentrakt und Kemenatenturm sowie Schloßkapelle, als weltliche Regierungszentrale und als Verteidigungsbastion. Ältester Teil des Schlosses ist der Torturm im Süden. Albrechts Sohn Johann III. ließ 1422 nach holländischem Vorbild im Fürstentrakt den „Rittersaal“ errichten. Das Schloß wurde in Teilen barockisiert und diente seit 1755 als Kaserne. Heute ist es Sitz des Staatlichen Finanzamtes sowie des „Museums im Herzogschloß“, einer Zweigstelle des Bayerischen Nationalmuseums München. www.straubing.de

Tittling: Glashütte im Museumsdorf

Das Museumsdorf zeigt die historischen Bauformen des Bayerischen Waldes aus der Zeit von 1580 bis 1850. Mit einer Fläche von 20 ha und mehr als 150 Gebäuden ist es eines der größten Freilichtmuseen in Europa. Zugleich beherbergt es mit über 60.000 Objekten die größte volkskundliche Sammlung des Bayerischen Waldes. Das Museum ist eingetragen in die Liste „national wertvolles Kulturgut“. www.museumsdorf.com

Thyrnau: Gut Aichet

Eingebettet in Wiesen und Felder am Rande des Bayerischen Waldes liegt das Gut Aichet. Der Name, abgeleitet von der Eiche, verlieh einstmals den Besitzern den Namen Aychelpaurn. Der Aichet-Hof ist durch konsequente Erbfolge seit rund 550 Jahren im Besitz der gleichen Familie. Heute wird das Gut als Dressur- und Reiterhof geführt. www.gut-aichet.de

Vilshofen: Atrium der Stadt

Vilshofen liegt an der Mündung der Vils und der Wolfach in die Donau und ist eine typisch niederbayerische Stadt, die Althergebrachtes bewahrt und noch an vielen Stellen ihre nun über 1200-jährige Geschichte spüren läßt. Die Stadt ist aber auch ein modernes Kulturzentrum, das sich in den letzten Jahren einen sehr guten Namen im ostbayerischen Raum gemacht hat. Diesen Status erlangte die Stadt u. a. durch ihre Kulturhalle, das „Atrium“. Angegliedert an das dortige Gymnasium beherbergt es jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlichster Richtungen. So findet dort jährlich das größte Neujahrskonzert des Landkreises mit namhaften Orchestern statt. Im Atrium finden nicht nur die Musik- und Kabarettage statt, sondern auch Schlagerveranstaltungen, klassische Konzerte und verschiedenste Arten von Theateraufführungen – ein buntes Programm, das die Vilshofener und ihre Gäste das ganze Jahr hindurch unterhält. www.vilshofen.de


Waldkirchen: Stadtpfarrkirche

Die Entstehung der Urpfarrei reicht wohl in die Zeit der ersten Jahrtausendwende zurück, auch wenn die erste Erwähnung Waldkirchens nicht vor 1203 zu finden ist. Die „Kirche im Wald“ stand von Anfang an unter dem Patronat der Apostelfürsten St. Peter und Paul. Sie war, wie damals fast alle Kirchen, aus Holz gebaut. In romanischer Zeit entstand ein Steinbau und daraufhin eine spätgotische dreischiffige Staffelkirche mit vier Jochen. Da sie zu klein wurde, mußte sie Mitte des 19. Jahrhundert einem Neubau weichen. So entstand von 1857 bis 1861 eine Kirche im Stil der Neugotik. Sie wurde weder vom Marktbrand (1862) noch von der Zerstörung des Marktes im April 1945 verschont. Das Mauerwerk jedoch überstand beide Brände. Seit der Wiederherstellung 1945-1948 zählt der „Dom des bayerischen Waldes“ zu den größten Kirchen der Diözese Passau. www.waldkirchen.de und www.pfarrei-waldkirchen.de

Wiesenfelden: Schloßgarten

Das Umweltschutzzentrum Schloß Wiesenfelden liegt inmitten von Wäldern und Wiesen. In seiner unmittelbaren Umgebung gibt es etwa 30 große und kleine Teiche, die allesamt über Bäche verbunden sind und im großen Naturschutzgebiet Hammerweiher münden. Hier gibt es eine fast unbegrenzte Fülle von Möglichkeiten für unmittelbare Naturerfahrung. www.schloss-wiesenfelden.de



Webmaster   geändert:  10.03.2010