Offizieller Beitrag zum Tag der Musik 2010 des Deutschen Musikrates
Antonio Vivaldi (1678-1741)
Stabat mater f-Moll für Alt, Streicher und Basso continuo RV 621
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050
für Traversflöte, Violine, Cembalo solo, Streicher und Basso continuo
„Et exsultavit spiritus meus“ für Mezzosopran, Streicher
und Basso continuo aus: Magnificat D-Dur BWV 243
u.a. Werke
Julie Comparini, Alt
Christine Brandauer, Traversflöte
Veronica Kröner, Violine
Sabine Lier, Violine
Salzburger Hofmusik
Cembalo, Orgel und Leitung: Wolfgang Brunner
„Es stand die Mutter schmerzerfüllt.“ (Stabat mater dolorosa.)
Dies ist der Anfang des mittelalterlichen Gedichts „Stabat Mater“, in welchem die Gottesmutter voller Schmerz den Kreuzestod ihres Sohnes Jesus von Nazareth besingt. Die Herkunft des Gedichts wurde nie geklärt, man schrieb es sowohl Papst Innozenz III. als auch Iacapone da Todi und Johannes Bonaventura zu. Es wird regelmäßig zum Fest der sieben Schmerzen Mariä (15. September) gebetet oder gesungen. 1521 fand der Text Eingang in das Messbuch, aus dem er durch das Konzil von Trient allerdings wieder verbannt wurde. 1727 wurde „Stabat Mater“ erneut aufgenommen und gehört seitdem zur katholischen Liturgie. Die bekannteste deutsche Übersetzung stammt von Heinrich Bone (1847).
Julie Comparini gab im Alter von siebzehn Jahren ihr solistisches Gesangsdebüt in Georg Friedrich Händels „Judas Maccabaeus“ unter Leitung von Nicholas McGegan. Ihre besondere Neigung zum Musiktheater führte sie zu Gastspielen bei „Doktor und
Apotheker“ im Schloss Rheinsberg, „The Indian Queen“ an der Long Beach Opera (USA) und „Jedermann“ am Staatstheater Oldenburg. Als Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin trat sie in verschiedenen szenischen und halbszenischen Produktionen auf: In Henry Purcells „King Arthur“ bei der Ruhrtriennale und in dem Festspielhaus Baden-Baden, in „Ein venezianisches Fest“ bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci sowie in „Il Caffè d’Amore“ bei den Tagen Alter Musik Regensburg.
Als Konzert- und Ensemblesängerin war Julie Comparini bei vielen bedeutenden europäischen Festivals zu hören und arbeitete mit Dirigenten wie Thomas Hengelbrock und Gustav Leonhardt sowie mit der Schola Heidelberg zusammen.
1991 gründete der Salzburger Musiker Wolfgang Brunner unter dem Namen „Salzburger Hofmusik“ ein Ensemble in variablen Besetzungen vom Trio bis zum Orchester. Die Programme umfassen hauptsächlich Werke vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert.
Der Name Salzburger Hofmusik stammt aus dem 18. Jahrhundert und bezeichnete damals im Volksmund die fürsterzbischöfliche Hofkapelle. Gleichzeitig werden Programme erarbeitet, die Salzburgs Einbettung in die Musikgeschichte der österreichischen und der europäischen Kulturtradition aufzeigen. Dazu gehören die wissenschaftliche Aufarbeitung, insbesondere die Erschließung neuer, bisher nicht beachteter oder zu Unrecht vergessener Quellen. Im Sinne einer möglichst authentischen Darbietung spielt das Ensemble hauptsächlich auf historischen Instrumenten oder originalgetreuen Kopien. Das Ensemble wurde u.a. eingeladen zu den Festivals für Alte Musik in Brügge, Utrecht und Herne, zur Salzburger Mozartwoche, zum Kissinger Sommer sowie zu Konzerten in Tschechien, Slowenien, Italien, Spanien, Russland, der Türkei und Israel.
EW-Bus (Eichberger Reisen) zur Veranstaltung und zurück
Fahrpreis pro Person: € 8,00
Abfahrt: 18.30 Uhr in Passau, IBB Hotel, Bahnhofstraße 24
Fahrkarten nur bei der Kartenzentrale
der Festspiele Europäische Wochen Passau
Gefördert von:
Herbert Bauer, Passau,
Donaukraftwerk Jochenstein AG,
Donauschiffahrt Wurm + Köck, Passau,
Faber-Castell, Engelhartszell,
Istituto Italiano di Cultura München,
Marktgemeinde Engelhartszell / OÖ